Als "Träger" habe ich eine Fichtenleiste mit 5000x20x5 quergelegt und darauf etliche Stücke mit 20x20x5 von verschiedenen Holzarten (Red Cedar, Hemlock-Tanne, Teak, Meranti, Fichte) von der Mitte der Leiste aus aufgeklebt. Das Ganze wurde in 3 Reihen gestapelt und mit

Ich habe zwei Leisten dieser Art parallel geklebt, damit die Muster übereinstimmen. Erst hatte ich eine Vorlage, die dann aber langweilte. Schließlich habe ich dann freihand versucht, noch einige indianische Ornamente hinzukriegen und zwar immer nur die untere Hälfte davon. Wenn die Leiste fertig geklebt ist, trennt man sie mit der Kreissäge in der Mitte und klappt eine Hälfte nach oben. Damit ist gewährleistet, dass Ungenauigkeiten in beiden Hälften zueinander passen.

Diese Zierleisten sind auf jeder Seite praktisch so hoch wie 2 "normale" Leisten. Abschließend habe ich mit Harz-Sägemehl-Gemisch noch sorgfältig verspachtelt. Diese Leisten in dem Bereich bei einem Einercanadier machen mir eigentlich weniger Sorgen. Vielmehr ist der Boden mein Problem. Nachdem die Leistenstücke im Boden auch nur stumpf aneinanderkleben und auf eine reguläre Leiste jetzt circa 6 -12 Unterbrechungen kommen,
verteilen sich Stöße und Schläge nicht so gut auf die ganze Länge. Damit werden lokal Leisten hochgedrückt, bei denen dann das Glas bricht. Die Graphitbeschichtung mit Quarzmehl wird im Buch Canoecraft am Ende beschrieben und wird statt Lack aufgetragen. Es gibt ein festes Mischungsverhältnis, es geht aber auch nach Gefühl. Was ich festgestellt habe ist, dass die Kratzer von Steinen nicht mehr so tief reingehen, weil die Oberfläche einfach härter ist. Beschädigte Stellen sieht man dann unter dem schwarzen Anstrich vielleicht nicht mehr so gut (z.B Ablösen des Glases vom Rumpf an hellen Stellen).

Rouven baute ein Jahr lang an seinem in der Breite um 10% reduzierten, 15cm verlängerten und mit mehr Kielsprung versehenen Englisch 20. Für die Herstellung der seitlichen Zierleisten investierte er ca. ein bis zwei Stunden täglich und benötigte insgesamt zwei Monate.

Zitat Rouven:
"Es lohnt sich in jedem Fall und die Befriedigung mit wachsendem Fortschritt ist einmalig.
Natürlich auch das Staunen sämtlicher Unbeteiligter."

Hier seine Beschreibung zur Leistenherstellung:

So habe ich mich jeden Tag 12 - 24 cm Richtung Leistenende vorgearbeitet.

Die Anzahl der im Bootsrumpf integrierten Verzierungen wird er beim nächsten Boot reduzieren. Falls Ihr Fragen an Rouven habt, schickt ihm eine E-Mail.

Schraubzwingen fixiert.

Zierleisten